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English Zadokim Bet haMikdash Lieder עברית

 

Datum

Wochentag

Tag

Monat

Biblisches Fest

Hinzufügung
27.3.2019 Mittwoch 1. 1. Rosch Chodesch - Beginn des 1. Quartals  
3.4.2019 Mittwoch 8. 1. Festtermin der Bevollmächtigung: 3. Mose 8  

9.4.2019

Dienstag

14.

1.

Pessach

 

10.4.2019

Mittwoch

15.

1.

Chag haMazzot: 7 Tage

 

21.4.2019

Sonntag

26.

1.

Omer: Erstlingsopfer der Gerste

 

26.4.2019

Freitag

1.

2.      

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 
9.5.2019 Donnerstag 14. 2. Zweites Pessach  

26.5.2019

Sonntag

1.

3.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

9.6.2019

Sonntag

15.

3.

Schawuot: Erstlingsopfer des Weizens

 

26.6.2019

Mittwoch

1.

4.

Rosch Chodesch - Beginn des 2. Quartals

 

26.7.2019

Freitag

1.

5.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

28.7.2019

Sonntag

3.

5.

Moed haTirosch: Erstlingsopfer des Weins

 

25.8.2019

Sonntag

1.

6.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

15.9.2019

Sonntag

22.

6.

Moed haJizhar: Erstlingsopfer des Oels

 

16.9.2019

Montag

23.

6.

Erstlingsopfer der Bäume: 6 Tage

 

25.9.2019

Mittwoch

1.

7.

Rosch Chodesch - Beginn des 3. Quartals

 

4.10.2019

Freitag

10.

7.

Jom Kippur

 

9.10.2019

Mittwoch

15.

7.

Laubhüttenfest: 7 Tage

 

25.10.2019

Freitag

1.

8.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

24.11.2019

Sonntag

1.

9.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

25.12.2019

Mittwoch

1.

10.

Rosch Chodesch - Beginn des 4. Quartals

 

24.1.2020

Freitag

1.

11.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

23.2.2020

Sonntag

1.

12.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 
25.3.2020 Mittwoch 1. 1. Rosch Chodesch - Beginn des 1. Quartals  
24.3.2021 Mittwoch 1. 1.

- Siehe Tabelle! -

Eine Woche

30.3.2022 Mittwoch 1. 1.    
29.3.2023 Mittwoch 1. 1.    
27.3.2024 Mittwoch 1. 1.    
26.3.2025 Mittwoch 1. 1.    
25.3.2026 Mittwoch 1. 1.    
24.3.2027 Mittwoch 1. 1.    
22.3.2028 Mittwoch 1. 1.  

Zwei Wochen

4.4.2029 Mittwoch 1. 1.    
3.4.2030 Mittwoch 1. 1.    
2.4.2031 Mittwoch 1. 1.    
31.3.2032 Mittwoch 1. 1.    
30.3.2033 Mittwoch 1. 1.    
29.3.2034 Mittwoch 1. 1.    
28.3.2035 Mittwoch 1. 1.  

Eine Woche

2.4.2036 Mittwoch 1. 1.    
1.4.2037 Mittwoch 1. 1.    
31.3.2038 Mittwoch 1. 1.    
30.3.2039 Mittwoch 1. 1.    
28.3.2040 Mittwoch 1. 1.    
27.3.2041 Mittwoch 1. 1.    
26.3.2042 Mittwoch 1. 1.  

Eine Woche

1.4.2043 Mittwoch 1. 1.    
30.3.2044 Mittwoch 1. 1.    
29.3.2045 Mittwoch 1. 1.    
28.3.2046 Mittwoch 1. 1.    
27.3.2047 Mittwoch 1. 1.    
25.3.2048 Mittwoch 1. 1.    
24.3.2049 Mittwoch 1. 1.  

Eine Woche

30.3.2050 Mittwoch 1. 1.    
29.3.2051 Mittwoch 1. 1.    
27.3.2052 Mittwoch 1. 1.    
26.3.2053 Mittwoch 1. 1.    
25.3.2054 Mittwoch 1. 1.    
24.3.2055 Mittwoch 1. 1.    
22.3.2056 Mittwoch 1. 1.  

Zwei Wochen

4.4.2057 Mittwoch 1. 1.    

 

Das Jahr beginnt am 4. Tag, an dem die Lichter geschaffen wurden, d.h. am Mittwoch nach der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche, und hat jeweils 30, 30 und 31. Tage, so dass jedes Vierteljahr bzw. der 1., 4., 7. und 10. Monat am Mittwoch beginnt, der 2., 5., 8. und 11. am Freitag und der 3., 6., 9. und 12. am Sonntag:

 

Wochentag

Monate 1,4,7,10

Monate 2,5,8,11

Monate 3,6,9,12

Sonntag

  5

12

19

26

 

3

10

17

24 1 8 15 22 29

Montag

  6

13

20

27

 

4

11

18

25 2 9 16 23 30

Dienstag

  7 14

21

28

 

5

12

19

26 3 10 17 24 31

Mittwoch

1

8 15

22

29

 

6

13

20

27 4 11 18 25  

Donnerstag

2

9 16

23

30

 

7

14

21

28 5 12 19 26  

Freitag

3

10 17

24

 

1

8

15

22

29 6 13 20 27  

Schabbat

4

11 18

25

 

2

9

16

23

30 7 14 21 28  

 

Aller 7 Jahre im Schmittajahr wird im 7. Monat 1 Woche hinzugefügt bzw. aller 28 Jahre 2 Wochen.

"Am Monatsbeginn des 1. Monats und am Monatsbeginn des 4. Monats und am Monatsbeginn des 7. Monats und am Monatsbeginn des 10. Monats sind die Gedenktage und die Tage der Zeitbestimmung in den 4 Abteilungen des Jahres; sie sind geschrieben und angeordnet zu einem Zeugnis für ewig. Und Noah bestimmte sie zu Festen für die Nachkommen in Ewigkeit ... 13 Wochen enthält jede einzelne Periode von ihnen ... alle Tage der Gebote sind 52 Wochen ... sie alle geben ein volles Jahr ... sie sollen die Jahre halten nach dieser Zahl: 364 Tage ... sie sollen seine Zeit nicht verderben ... sie sollen keinen Tag auslassen und kein Fest vernichten." Buch der Jubiläen Kapitel 6

"Noah erkannte, dass der Berg Zion die Mitte des Nabels der Erde ist." Buch der Jubiläen 8, 19

 

Vom Berg Zion wurde Henoch in den Himmel aufgenommen, um den Kalender zu lernen und dorthin kehrte er zurück, um die Menschen den Kalender zu lehren.

 

11QPs, Kol. XXVII, 2 - 11 = "David's Compositions"

"Und David, Isais Sohn, war weise und leuchtete wie das Sonnenlicht, ein Schriftsteller und verständig und redlich auf all seinen Wegen vor Gott und den Menschen. Da gab ihm JHWH einen verständigen Geist und Erleuchtung, und er schrieb Psalmen: dreitausendsechshundert; und Lieder, um sie zu singen vor dem Altar zum Brandopfer des regelmäßigen Opfers für jeden einzelnen Tag, für alle Tage des Jahres: dreihundertvierundsechzig; und zum Opfer der Sabbate zweiundfünfzig Lieder; zum Opfer der Anfänge von Monaten und für alle Festtermine sowie für den Versöhnungstag: dreißig Lieder. So waren alle Lieder, die er gesprochen hatte, vierhundertsechsundvierzig. Und Lieder zum Spielen zu den Pog'im (Fußnote: Die vier Tage, die jeweils als 31. des 3. Quartalmonats in den Sonnenjahrkalender (von 360 Tagen) eingeschoben werden): vier. So betrug das Ganze viertausendfünfzig. Und alle diese sprach er durch Prophetie, die ihm vor dem Höchsten gegeben worden war." Johann Maier in "Die Qumran-Essener: Die Texte vom Toten Meer, Band I" Seiten 340-341

 

"Der Engel informiert Mosche über die Sünde, die die Kinder Israel begehen werden mit dem Verlassen des Kalenders: Deswegen gebiete ich dir und lege dir Zeugnis ab, damit du ihnen bezeugst: Darin besteht die Wichtigkeit des Buches der Jubiläen, welches ein Zeugnis dafür darstellt, dass das Volk den Kalender auf dem Berg Sinai gekannt und gelernt hat." (The Book of Jubilees – Introduction, Translation and Interpretation – Cana Werman – Seite 229)

 

Über die gewaltige Bedeutung der Rollen aus der Wüste Juda

Professor Rachel Elior, Hebräische Universität

 

Die „Söhne des Lichts“ kämpften gegen die „Söhne der Finsternis“, in einer Zeit des Kampfes zwischen den Anhängern des Sonnenkalenders … die sich selber „Söhne des Lichts“ nannten, und den Anhängern des Mondkalenders … die in den Rollen mit dem Namen „Söhne der Finsternis“ bezeichnet werden.

 

Nachfolgend zwei Zitate aus dem hebräischen Artikel http://pluto.huji.ac.il/~mselio/mahshevet-22-pp-3-52-elior.pdf von Frau Professor Rachel Elior:

Seite 42: "Die gefallenen Engel lehrten die Menschen den Mondkalender."

Seite 49: "Das Haus Zadok und die mit ihm Verbündeten ... wurden später von ihren Gegner mit dem Namen Zadokim bezeichnet, und ihre Traditionen wurden in die Tiefe der Vergessenheit verdrängt. Die Tradition des Hauses Zadok wurde sowohl aus der Erinnerung der Hasmonäer ausgelöscht, die während 120 Jahren dagegen kämpften, als auch aus der Erinnerung der Pharisäer, die gegen die Tradition der Sadduzäer waren und nach der Zerstörung des Tempels eine neue Ordnung, einen neuen Kalender und eine neue Erinnerung schaffen wollten. Die verschiedenen Traditionen vor der Zeitrechnung ... sind verbunden ... mit dem Mondkalender und mit dem Sonnenkalender ... die Söhne der Finsternis leben nach dem Mondkalender ... und die Söhne des Lichts leben nach dem Sonnenkalender, der gelehrt wurde in den Tagen von Henoch und Malkizedek, und zum zweiten Mal eingeführt wurde in den Tagen von Mosche und Aharon, wie in der Eröffnung des Buches der Jubiläen gesagt wird."

"Gott bestimmte die Sonne, ein großes Zeichen auf der Erde zu sein, für Tage und Schabbate, für Monate und Feste, für die Jahresberechnung, für Jahrwochen und Jubiläen und für alle Jahreszeiten." Buch der Jubiläen Kapitel 2

Buch der Jubiläen Kapitel 6: "Alle Kinder Israels werden vergessen und die legitimen Wege des Jahresablaufs nicht finden; sie werden Monate, Jahreszeiten und Schabbate [sic!] vergessen und werden irregehen in der Anordnung der Jahre ... denn es wird Menschen geben, die den Mond genau beobachten und nach seinem Umlauf ihren Kalender bestimmen werden, obwohl er die Jahreszeiten verwirrt und jedes Jahr 10 Tage zu früh zu Ende geht. Deswegen werden ihnen Jahre kommen, wo sie den Tag des Zeugnisses verderben und zu einem verachteten Tage machen und einen unreinen Tag zum Fest, und alles werden sie vermengen, die heiligen Tage mit unreinen und den unreinen mit einem heiligen Tag. Denn sie werden Monate und Schabbate und Feste und Jubiläen auflösen. Deswegen gebiete ich dir und lege dir Zeugnis ab, damit du ihnen bezeugst; denn nach deinem Tode werden deine Kinder verderbt handeln, dass sie das Jahr nicht zu nur dreihundertvierundsechzig Tagen halten ..."

 

Warum die Schabbate?

Denn im Sonnenkalender beginnt der Tag mit dem Sonnenaufgang!

 

Benjamin von Tudela verewigt in seinem Reisebericht (1160-1173) auf Seite 25 Juden, die den Schabbat von Sonnenaufgang bis Sonnenaufgang halten.

 

Klaus Berger zitiert in "Das Buch der Jubiläen" auf Seite 494 eine eng verwandte Textstelle zu Kapitel 34: "Der Herr redete zu Mose und sagte zu ihm: Sage den Kindern Israels: Am Zehnten des siebenten Monats ist ein Tag der Sühne für euch. Er soll von euch heilig genannt werden. Fügt euch Schmerzen zu und bringt dem Herrn ein Opfer, und alles Werk, das getan worden ist, das ihr getan habt, sollt ihr an diesem Tag sühnen! Und wegen euch soll es vor eurem Herrn ein Gesetz der Ewigkeit für euch sein. Sabbat meiner Sabbate soll es für euch sein in diesem Monat vom Morgen bis zum Sonnenuntergang."

Hermann Rönsch erklärt in "Das Buch der Jubiläen" auf Seite 491: "Der Versöhnungstag (am 10. Tag des 7. Monats) wird als ein Trauertag wegen des verlorenen Joseph und zur Entsühnung des Volkes eingesetzt in Übereinstimmung mit Lev. 23, 27 – 32, aber ohne die Vorschrift des Fastens."

 

Menahem Kister: The Qumran Scrolls and their World - Volume Two, p. 442-443: "Annie Jaubert hat in einer Forschungsreihe (1953-1957) die Daten im Buch der Jubiläen untersucht und mit den Informationen aus priesterlichen Quellen der Bibel verglichen. Das überraschende Ergebnis war, dass der Kalender des Buches der Jubiläen die Basis für die priesterlichen Texte in der Torah ist, wie die Aufzählung der Reisen der Kinder Israel im 4. Buch Mose, und ebenso für andere priesterliche Schriften aus der Zeit des babylonischen Exils und danach. Parallel zu ihren Forschungen wurden die ersten Kalenderrollen in Qumran entdeckt, die die Kontinuität zwischen dem Kalender des Buches der Jubiläen und dem Kalender der Gemeinschaft bezeugen. Daraus schloss Jaubert, unter anderem, dass der Jahreskalender von 364 Tagen derjenige war, welcher im Tempel in Jerusalem während der ersten Jahrhunderte nach der Rückkehr aus dem Exil galt, während der Mondkalender der Weisen erst in späteren Zeitperioden eingeführt wurde. James VanderKam untersuchte ihre Ergebnisse und bekräftigte ihre Grundlagen, indem er die Einführung des Mondkalenders im Tempel in die Zeit der religiösen Verfolgung durch Antiochus (nach Daniel 7, 25: und er wird sich unterstehen, Zeiten und Religionsgesetz zu ändern) datierte. Demnach hielten die Mitglieder der Gemeinschaft am alten und ursprünglichen jüdischen Kalender von 364 Tagen fest, und kämpften gegen Kreise von Pharisäern, die den heidnischen Kalender des Antiochus angenommen hatten."

 

Annette Steudel: Die Texte aus Qumran II, S. 167-173 (in Klammern: Fußnoten S. 266-267)

4Q246 handelt von der letzten bösen Epoche der Geschichte, in welcher – als deren Höhepunkt – unter den polemisch verwendeten Chiffren "Gottessohn" und "Sohn des Höchsten" der seleukidische König Antiochus IV. Epiphanes auftritt. Dessen Herrschaft wird letztlich aber durch die Herrschaft des Gottesvolks überwunden. Kein individueller Messias ist dabei in 4Q246 erwähnt. Dagegen wird das Volk Gottes mit all der Macht ausgestattet, die sonst dem königlichen Messias zukommt. Das Gottesvolk selbst ist es, das mit Gottes Hilfe den abschließenden Endzeitkrieg führt, und es selbst wird ewige Herrschaft erlangen.

Die in der Literatur häufig vorgeschlagene individuell-messianische Interpretation von 4Q246 ist aus unterschiedlichen Gründen nicht haltbar: "Gottessohn" ist kein jüdischer Messiastitel; es fehlen Anspielungen auf traditionell messianische Texte; die ungewöhnliche Reihenfolge der Endzeitereignisse, wonach der Messias auftreten würde, sich aber für Jahre nichts an der schlimmen Situation ändert etc. Dagegen sprechen vor allem die formale Struktur des Textes … sowie die Tatsache, daß "Gottessohn" als hellenistischer Königstitel gut bezeugt ist, für eine Identifizierung des "Gottessohnes" mit Antiochus IV. Epiphanes.

Kolumne II:

"Sohn Gottes" wird er genannt werden, und "Sohn des Höchsten" wird man ihn rufen (Die Titel beziehen sich sehr wahrscheinlich auf Antiochus IV. Epiphanes, der sich selbst als Gott verehren ließ … 4Q246 nimmt polemisierend diese Titel des Antiochus auf) Bis das Volk Gottes aufstehen wird und allem Ruhe verschafft vor dem Schwert. Dessen (d.h. des Volkes) Königsherrschaft wird eine ewige Königsherrschaft sein, und all seine Wege werden in Wahrheit sein. Es (d.h. das Volk) wird richten die Erde in Wahrheit, und alles wird Frieden schließen. Zerstörung wird von der Erde verschwinden, und alle Provinzen werden ihm huldigen. Der Große Gott wird selbst seine Stärke sein, und er wird für es Krieg führen. Völker wird er in seine Hand geben, und sie alle wird er vor ihm niederwerfen. Seine Herrschaft (d.h. des Volkes) wird eine ewige Herrschaft sein.

der-mondgott-allah-in-der-vorder-orientalischen-archaeologie

"Im Brennpunkt der islamischen Gottesverehrung steht die als "Allah" bezeichnete Gottheit. Die Moslems behaupten, Allah sei in vorislamischer Zeit der biblische Gott der Patriarchen, Propheten und Apostel gewesen (1). Somit liegt das eigentliche Problem in der Frage nach der Kontinuität. War Allah der biblische Gott oder eine heidnische Gottheit aus vorislamischer Zeit? Die Unterstellung eines lückenlosen Zusammenhanges seitens der Moslems ist für deren Bemühungen, Juden und Christen missionarisch zu gewinnen, unentbehrlich, denn falls Allah wirklich Teil des göttlichen Offenbarungsflusses gewesen sein sollte, wäre dies die nächste Stufe in der Entwicklung der biblischen Frömmigkeit. Demzufolge sollten wir alle Moslems werden. Falls Allah jedoch eine vorislamische Gottheit war, ist dieser Anspruch im Kern widerlegt. Religiöse Behauptungen können oft vor den Ergebnissen mühsamer wissenschaftlicher - z. B. archäologischer - Forschung nicht bestehen. Wir können entweder endlos über die Vergangenheit theoretisieren oder sie durch Ausgrabungen freilegen und das, was uns Beweise enthüllen, zur Kenntnis nehmen. Dies ist hier die einzige Methode, um die Wahrheit über den Ursprung Allahs herauszufinden. Wie wir noch sehen werden, lassen harte Beweise keinen Zweifel daran, dass der Gott Allah ursprünglich eine heidnische Gottheit war. Er war der mit der Sonnengöttin verheiratete Mondgott, und die Sterne waren seine Töchter. Allenthalben im Vorderen Orient haben Archäologen dem Mondgott geweihte Tempel freigelegt. Von den Gebirgen der Türkei bis zu den Ufern des Nil findet sich als weitestverbreitete Religion in der Alten Welt die Verehrung des Mondgottes.

In der ältesten durch den Gebrauch der Schrift gekennzeichneten Zivilisation haben uns die Sumerer Tausende von Tontafeln hinterlassen, auf denen sie ihre religiösen Glaubensvorstellungen beschrieben hatten. Wie von Sjoberg und Hall bewiesen wurde, beteten die alten Sumerer einen Mondgott an, dem verschiedene Namen beigelegt worden waren. Die am meisten verbreiteten Namen waren Nanna, Suen und Aschimbarra (2). Sein Sinnbild war die Mondsichel. In Anbetracht der Menge an Kunstwerken, welche die Verehrung dieses Mondgottes zum Gegenstand haben, ist es klar, dass dies die vorherrschende Religion in Sumer war.

Auch im gesamten alten Mesopotamien war der Mondgottkult die am weitesten verbreitete Religion. Die Assyrer, Babylonier und Akkader formten das Wort "Suen" um in "Sin" als ihren Lieblingsnamen für den Mondgott (3). Wie A. Potts dargelegt hat, ist "Sin" ursprünglich seinem Wesen nach ein sumerischer Name, der von semitischen Völkern entlehnt worden war (4).

Im antiken Syrien und Kanaan wurde der Mondgott gewöhnlich als Sichel dargestellt. Gelegentlich wurde aber auch innerhalb der Sichel der Vollmond angeordnet, um alle Mondphasen zu berücksichtigen. Die Sonnengöttin galt als Ehefrau des Sin und die Sterne als ihre Töchter; so war z.B. Ischtar eine Tochter des Sin.

In den Ras Shamra-Texten werden Opfer an den Mondgott beschrieben. In ugaritischen Texten wurde der Mondgott bisweilen Kusuch genannt. Sowohl in Persien als auch in Ägypten wird der Mondgott in Wandgemälden und im oberen Teil von Statuen abgebildet. Er war der Richter der Menschen und Götter.

Das Symbol der Mondsichel ist in der antiken Welt tatsächlich überall auf Siegelprägungen, Grabstellen, Keramiken, Amuletten, Tontafeln, Rollsiegeln, Gewichten, Ohrringen, Halsketten, Wandbildern usw. zu finden.

Im Ruinenhügel Tell el Obeid wurde eine kupferne Kalb-Plastik gefunden, die auf ihrer Stirn eine Mondsichel trägt. Ein Götzenbild mit Stierkörper und Menschenkopf trägt auf seiner Stirn ebenfalls eine Mondsichel, die hier aber von Schalen umgeben ist. In Ur befindet sich auf der Grabstelle von Ur-Nammu das Symbol der Sichel am Kopf der Götterriege, da der Mondgott als der oberste der Götter galt. Sogar Brot wurde als Weihe an den Mondgott in Gestalt von Mondsicheln gebacken (6).

Die Chaldäer in Ur waren dem Mondgott derart ergeben, dass ihm auf Tontafeln der damaligen Epoche der Name Nanna beigelegt wurde. Ein Mondgott-Tempel wurde in Ur von Sir Leonard Woolley ausgegraben. Er gewann dort noch weitere Beweisstücke für den Mondkult, die bis heute im Britischen Museum zu sehen sind. Harran gelangte durch seine Mondgottverehrung ebenfalls zu einem höheren Bekanntheitsgrad.

In den Fünfziger Jahren wurde in Hazor in Israel ein dem Mondgott geweihter Haupt-Tempel ausgegraben. Dabei fanden sich zwei Bilder des Mondgottes, von denen jedes die Gestalt eines auf einem Thron sitzenden Mannes mit einer auf seiner Brust eingemeißelten Mondsichel hatte. Die zugehörigen Inschriften machen deutlich, dass dies Bilder des Mondgottes sind. Mehrere ebenfalls dort gefundene kleinere Statuen konnten aufgrund ihrer Inschriften als "Töchter" des Mondgottes ausgemacht werden.

Wie liegen die Verhältnisse in Arabien? Wie Carlton S. Coon dargelegt hat, sind Moslems bekanntermaßen abgeneigt, Überlieferungen des früheren Heidentums weiter zu pflegen, stattdessen lieben sie es, das, was ihnen aus der vorislamischen Geschichte zur Übernahme genehm war, in anachronistischer Weise zu "frisieren" (8).

Im neunzehnten Jahrhundert gingen Arnaud, Halevy und Glaser nach Südarabien, wo sie Tausende von sabischen, minischen und qatabanischen Inschriften ausgruben, die erst später übersetzt wurden. In den Vierziger Jahren machten die Archäologen G. Caton Thompson und Carleton S. Coon in Arabien einige überraschende Entdeckungen.

Im Verlaufe der Fünfziger Jahre gruben W. Phillips, W. F. Albright, R. Bower und andere verschiedene Ruinenstätten in Qataban, Timna und Marib, der antiken Hauptstadt Sabas, aus.

So wurden auch in Nordarabien Tausende von Inschriften von Wänden und Felsen gesammelt. Reliefs und Weihegefäße, die zur rituellen Verehrung der "Töchter Allahs" dienten, wurden ebenfalls freigelegt. Manchmal findet man die drei Töchter al Lat, al Uzza und Manat zusammen mit dem Mondgott Allah, vertreten durch eine Sichel über ihnen, dargestellt (9).

Die archäologischen Belege beweisen, dass der Mondgott-Kult die vorherrschende Religion Arabiens war. Der letzte König des neubabylonischen Reiches, Nabonid (555 - 539), baute in alttestamentlicher Zeit Tayma in Arabien zu einem Mittelpunkt des Mondgott-Kultes aus. Segall stellte fest: "Südarabiens Sternenkult wurde zwar in verschiedenen Varianten, aber immer vom Mondgott beherrscht (10). Manche Gelehrte haben auch darauf hingewiesen, dass des Mondgottes Name "Sin" Teil eines arabischen Wortes wie "Sinai" ist, was "die Wüste von Sin" bedeutet.

Wenn auch die Beliebtheit des Mondgottes anderswo abnahm, blieben die Araber doch ihrer Überzeugung treu, dass der Mondgott der größte aller Götter war. Solange sie an der Kaaba in Mekka 360 Götter verehrten, war der Mondgott ihre höchste Gottheit. Mekka war in der Tat als Heiligtum für den Mondgott gebaut worden. Dadurch wurde die Stadt zur heiligen Stätte des arabischen Heidentums.

Im Jahre 1944 überraschte G. C. Thompson in ihrem Buch: "Die Grabsteine und Mondtempel Hureidhas" die Öffentlichkeit mit der Bekanntgabe, dass sie in Südarabien einen Mondgott-Tempel freigelegt habe. In diesem Tempel wurden die Symbole der Mondsichel und nicht weniger als 21 Inschriften mit dem Namen "Sin" gefunden. Des Weiteren wurde ein Götzenbild entdeckt, welches möglicherweise den Mondgott selbst darstellt. Von anderen bekannten Archäologen wurde dies später bestätigt.

Alle Anzeichen sprechen dafür, dass der Mondgott-Tempel, selbst innerhalb des vom Christentum erreichten Gebietes, noch rege in Anspruch genommen wurde. Sowohl aus Nord- als auch aus Südarabien gesammelte Beweisstücke lassen erkennen, dass der Mondgott auch in den Tagen Mohammeds immer noch lebhaft verehrt wurde und hoch im Kurs stand.

Solange der Mondgott "Sin" genannt wurde, war sein Titel, zahlreichen Inschriften zufolge, al Ilah, d.h. "Die Gottheit", was soviel bedeutete wie dass er der Oberste oder doch zumindest ein Hoher unter den anderen Göttern war. Wie Coon es formulierte, war "... der Gott Il oder Ilah ursprünglich ein Entwicklungsstadium des Mondgottes" (13).

Der Mondgott hieß al Ilah, d.h. der Gott, was bereits in vorislamischer Zeit zu Allah abgekürzt wurde. Heidnische Araber verwendeten Allah sogar zu den Namen, die sie ihren Kindern gaben. So hatten bereits der Vater und der Oheim Mohammeds Allah als Bestandteil ihrer Namen. Die Tatsache, dass ihnen von ihren Eltern solche Namen gegeben worden waren, beweist, dass Allah selbst noch zu Zeiten Mohammeds der Titel des Mondgottes war. Prof. Coon fährt dann fort: "ähnlich wurde der verhältnismäßig namenlose Ilah unter Mohammeds Bevormundung al Ilah, der Gott, oder Allah, das höchste Wesen" (14).

Dieser Zusammenhang bietet Antworten auf ungelöste Fragen wie: "Warum wird Allah nirgends im Koran definiert? Wieso unterstellte Mohammed den heidnischen Arabern, dass sie bereits wussten, wer Allah war?"

Mohammed wuchs in der Religion des Mondgottes Allah auf, jedoch ging er noch einen Schritt weiter als seine heidnischen arabischen Stammesgenossen. Während diese noch glaubten, dass Allah, d.h. der Mondgott, der Größte aller Götter und die höchste Gottheit im Pantheon aller Gottheiten war, entschied Mohammed, dass Allah nicht nur der größte, sondern der einzige Gott sei.

Im wesentlichen sagte er: "Seht, Ihr glaubt bereits, dass der Mondgott Allah der Größte aller Götter ist. Was ich von Euch möchte, ist, dass Ihr es annehmt, dass er der einzige Gott ist. Ich nehme Euch nicht den Allah weg, den Ihr bereits anbetet. Was ich Euch wegnehme, ist nur seine Frau, seine Töchter und alle anderen Götter."

Das kann man daran erkennen, dass der erste Punkt des moslemischen Glaubensbekenntnisses nicht etwa lautet: "Allah ist groß", sondern: "Allah ist der Größte", d.h. er ist der Größte unter den Göttern. Warum würde Mohammed wohl sagen, Allah sei der Größte, es sei denn in einem polytheistischen Zusammenhang? Das arabische Wort wird verwendet, um das Größere vom Geringeren zu unterscheiden.

Dass dies den Tatsachen entspricht, kann man daraus ersehen, dass die heidnischen Araber Mohammed niemals bezichtigt haben, einen anderen Allah als den, welchen sie schon immer verehrt hatten, zu predigen. Dieser Allah war der den archäologischen Beweisen entsprechende Mondgott.

Somit hat Mohammed auf zwei Wegen versucht, zum Ziel zu gelangen. Den Heiden sagte er, er glaube immer noch an den Mondgott Allah. Den Juden und Christen hingegen suchte er weiszumachen, Allah sei auch ihr Gott. Sowohl die Juden als auch die Christen wussten es jedoch besser und verwarfen deshalb seinen Allah als einen falschen Gott.

Al Kindi, einer der ersten Apologeten gegen den Islam, stellte klar, der Islam und sein Gott Allah entstammten nicht der Bibel, sondern dem Heidentum der Saber. Sie verehrten nicht den Gott der Bibel, sondern den Mondgott und seine Töchter al Uzza, al Lat und Manat (15).

Dr. Newman schließt seine Studie über die Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems mit der Feststellung: "Der Islam erwies sich als eine abgesonderte, anderen gegenüber feindlich Widerstand leistende Religion, die aus dem Götzendienst hervorgegangen war" (16). Der islamische Gelehrte Caesar Farah gelangte zu dem Schluss: "Es gibt darum keinen Grund für die Annahme, Allah sei von den Christen und Juden zu den Moslems übergegangen" (17).

Die Araber verehrten den Mondgott als höchste Gottheit. Aber dies entsprach nicht dem biblischen Monotheismus. Während der Mondgott größer war als alle anderen Götter und Göttinnen, richtete sich ihr Glaube nur auf ein polytheistisches Pantheon von Gottheiten. Mit der hierdurch gewonnenen Kenntnis der wirklichen Götzen des Mondgottes ist es nicht mehr möglich, die Augen vor der Tatsache zu verschließen, dass Allah schon in vorislamischer Zeit eine heidnische Gottheit war.

Wen nimmt es da noch Wunder, dass das Symbol des Islam die Mondsichel ist, dass die Spitze ihrer Moscheen und Minarette ebenso von Mondsicheln verziert werden wie die Landesflaggen islamischer Staaten, dass die Moslems ihrer Zeitrechnung das Mondjahr, bestehend aus zwölf Lunarperioden, zugrunde- und Beginn und Ende ihres Fastenmonats Ramadan auf die Erscheinung der Sichel des zunehmenden Mondes am Himmel festgelegt haben?

Schlussbetrachtung:
Die heidnischen Araber verehrten den Mondgott Allah, indem sie mehrmals am Tage nach Mekka gewandt beteten, einmal nach Mekka pilgerten, wobei sie um das Heiligtum des Mondgottes, genannt Kaaba, gingen, den schwarzen Stein küssten, ein Tier als Opfer für den Mondgott töteten, Steine auf den Teufel warfen, einen Monat im Jahr, beginnend und endend mit dem Erscheinen der zunehmenden Mondsichel, fasteten, Almosen für die Armen spendeten usw.

Die Behauptung der Moslems, Allah sei der Gott der Bibel und der Islam sei aus der Lehre der Propheten und Apostel hervorgegangen, wird von überwältigenden stichhaltigen archäologischen Beweisen widerlegt. Der Islam ist nicht mehr als eine Neuauflage des antiken Mondgottkultes. Er hat die Sinnbilder, Handlungen, Feierlichkeiten und sogar den Namen seines Gottes aus der heidnischen Mondgottreligion übernommen."

 

1967

 

Kontakt: zipora.avidan61@gmail.com

 

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