English - Zadokim - Kohanim - Bet haMikdash - Lieder - עברית

 

"Noah erkannte, dass der Berg Zion die Mitte des Nabels der Erde ist."

(Buch der Jubiläen 8, 19)

 

Vom Berg Zion wurde Henoch in den Himmel aufgenommen, um den Kalender zu lernen

und dorthin kehrte er zurück, um die Menschen den Kalender zu lehren

 

"Am Monatsbeginn des 1. Monats und am Monatsbeginn des 4. Monats und am Monatsbeginn des 7. Monats und am Monatsbeginn des 10. Monats sind die Gedenktage und die Tage der Zeitbestimmung in den 4 Abteilungen des Jahres; sie sind geschrieben und angeordnet zu einem Zeugnis für ewig. Und Noah bestimmte sie zu Festen für die Nachkommen in Ewigkeit ... 13 Wochen enthält jede einzelne Periode von ihnen ... alle Tage der Gebote sind 52 Wochen ... sie alle geben ein volles Jahr ... sie sollen die Jahre halten nach dieser Zahl: 364 Tage ... sie sollen seine Zeit nicht verderben ... sie sollen keinen Tag auslassen und kein Fest vernichten." (Buch der Jubiläen Kapitel 6)

 

Über die gewaltige Bedeutung der Rollen aus der Wüste Juda

Professor Rachel Elior, Hebräische Universität

 

Die „Söhne des Lichts“ kämpften gegen die „Söhne der Finsternis“, in einer Zeit des Kampfes zwischen den Anhängern des Sonnenkalenders … die sich selber „Söhne des Lichts“ nannten, und den Anhängern des Mondkalenders … die in den Rollen mit dem Namen „Söhne der Finsternis“ bezeichnet werden.

 

Nachfolgend zwei Zitate aus dem hebräischen Artikel http://pluto.huji.ac.il/~mselio/mahshevet-22-pp-3-52-elior.pdf von Frau Professor Rachel Elior:

Seite 42: "Die gefallenen Engel lehrten die Menschen den Mondkalender."

Seite 49: "Das Haus Zadok und die mit ihm Verbündeten ... wurden später von ihren Gegner mit dem Namen Zadokim bezeichnet, und ihre Traditionen wurden in die Tiefe der Vergessenheit verdrängt. Die Tradition des Hauses Zadok wurde sowohl aus der Erinnerung der Hasmonäer ausgelöscht, die während 120 Jahren dagegen kämpften, als auch aus der Erinnerung der Pharisäer, die gegen die Tradition der Sadduzäer waren und nach der Zerstörung des Tempels eine neue Ordnung, einen neuen Kalender und eine neue Erinnerung schaffen wollten. Die verschiedenen Traditionen vor der Zeitrechnung ... sind verbunden ... mit dem Mondkalender und mit dem Sonnenkalender ... die Söhne der Finsternis leben nach dem Mondkalender ... und die Söhne des Lichts leben nach dem Sonnenkalender, der gelehrt wurde in den Tagen von Henoch und Malkizedek, und zum zweiten Mal eingeführt wurde in den Tagen von Mosche und Aharon, wie in der Eröffnung des Buches der Jubiläen gesagt wird."

 

"Gott bestimmte die Sonne, ein großes Zeichen auf der Erde zu sein, für Tage und Schabbate, für Monate und Feste, für die Jahresberechnung, für Jahrwochen und Jubiläen und für alle Jahreszeiten." (Buch der Jubiläen Kapitel 2)

 

Buch der Jubiläen Kapitel 6: "Alle Kinder Israels werden vergessen und die legitimen Wege des Jahresablaufs nicht finden; sie werden Monate, Jahreszeiten und Schabbate [sic!] vergessen und werden irregehen in der Anordnung der Jahre ... denn es wird Menschen geben, die den Mond genau beobachten und nach seinem Umlauf ihren Kalender bestimmen werden, obwohl er die Jahreszeiten verwirrt und jedes Jahr 10 Tage zu früh zu Ende geht. Deswegen werden ihnen Jahre kommen, wo sie den Tag des Zeugnisses verderben und zu einem verachteten Tage machen und einen unreinen Tag zum Fest, und alles werden sie vermengen, die heiligen Tage mit unreinen und den unreinen mit einem heiligen Tag. Denn sie werden Monate und Schabbate und Feste und Jubiläen auflösen. Deswegen gebiete ich dir und lege dir Zeugnis ab, damit du ihnen bezeugst; denn nach deinem Tode werden deine Kinder verderbt handeln, dass sie das Jahr nicht zu nur dreihundertvierundsechzig Tagen halten ..."

 

Warum die Schabbate? Denn im Sonnenkalender beginnt der Tag mit dem Sonnenaufgang!

 

Benjamin von Tudela verewigt in seinem Reisebericht (1160-1173) auf Seite 25 Juden, die den Schabbat von Sonnenaufgang bis Sonnenaufgang halten.

 

Klaus Berger zitiert in "Das Buch der Jubiläen" auf Seite 494 eine eng verwandte Textstelle zu Kapitel 34: "Der Herr redete zu Mose und sagte zu ihm: Sage den Kindern Israels: Am Zehnten des siebenten Monats ist ein Tag der Sühne für euch. Er soll von euch heilig genannt werden. Fügt euch Schmerzen zu und bringt dem Herrn ein Opfer, und alles Werk, das getan worden ist, das ihr getan habt, sollt ihr an diesem Tag sühnen! Und wegen euch soll es vor eurem Herrn ein Gesetz der Ewigkeit für euch sein. Sabbat meiner Sabbate soll es für euch sein in diesem Monat vom Morgen bis zum Sonnenuntergang."

Hermann Rönsch erklärt in "Das Buch der Jubiläen" auf Seite 491: "Der Versöhnungstag (am 10. Tag des 7. Monats) wird als ein Trauertag wegen des verlorenen Joseph und zur Entsühnung des Volkes eingesetzt in Übereinstimmung mit Lev. 23, 27 – 32, aber ohne die Vorschrift des Fastens."

 

Menahem Kister: The Qumran Scrolls and their World - Volume Two, p. 442-443: "Annie Jaubert hat in einer Forschungsreihe (1953-1957) die Daten im Buch der Jubiläen untersucht und mit den Informationen aus priesterlichen Quellen der Bibel verglichen. Das überraschende Ergebnis war, dass der Kalender des Buches der Jubiläen die Basis für die priesterlichen Texte in der Torah ist, wie die Aufzählung der Reisen der Kinder Israel im 4. Buch Mose, und ebenso für andere priesterliche Schriften aus der Zeit des babylonischen Exils und danach. Parallel zu ihren Forschungen wurden die ersten Kalenderrollen in Qumran entdeckt, die die Kontinuität zwischen dem Kalender des Buches der Jubiläen und dem Kalender der Gemeinschaft bezeugen. Daraus schloss Jaubert, unter anderem, dass der Jahreskalender von 364 Tagen derjenige war, welcher im Tempel in Jerusalem während der ersten Jahrhunderte nach der Rückkehr aus dem Exil galt, während der Mondkalender der Weisen erst in späteren Zeitperioden eingeführt wurde. James VanderKam untersuchte ihre Ergebnisse und bekräftigte ihre Grundlagen, indem er die Einführung des Mondkalenders im Tempel in die Zeit der religiösen Verfolgung durch Antiochus (nach Daniel 7, 25: und er wird sich unterstehen, Zeiten und Religionsgesetz zu ändern) datierte. Demnach hielten die Mitglieder der Gemeinschaft am alten und ursprünglichen jüdischen Kalender von 364 Tagen fest, und kämpften gegen Kreise von Pharisäern, die den heidnischen Kalender des Antiochus angenommen hatten."

 

Annette Steudel: Die Texte aus Qumran II, S. 167-173 (in Klammern: Fußnoten S. 266-267)

4Q246 handelt von der letzten bösen Epoche der Geschichte, in welcher – als deren Höhepunkt – unter den polemisch verwendeten Chiffren "Gottessohn" und "Sohn des Höchsten" der seleukidische König Antiochus IV. Epiphanes auftritt. Dessen Herrschaft wird letztlich aber durch die Herrschaft des Gottesvolks überwunden. Kein individueller Messias ist dabei in 4Q246 erwähnt. Dagegen wird das Volk Gottes mit all der Macht ausgestattet, die sonst dem königlichen Messias zukommt. Das Gottesvolk selbst ist es, das mit Gottes Hilfe den abschließenden Endzeitkrieg führt, und es selbst wird ewige Herrschaft erlangen.

Die in der Literatur häufig vorgeschlagene individuell-messianische Interpretation von 4Q246 ist aus unterschiedlichen Gründen nicht haltbar: "Gottessohn" ist kein jüdischer Messiastitel; es fehlen Anspielungen auf traditionell messianische Texte; die ungewöhnliche Reihenfolge der Endzeitereignisse, wonach der Messias auftreten würde, sich aber für Jahre nichts an der schlimmen Situation ändert etc. Dagegen sprechen vor allem die formale Struktur des Textes … sowie die Tatsache, daß "Gottessohn" als hellenistischer Königstitel gut bezeugt ist, für eine Identifizierung des "Gottessohnes" mit Antiochus IV. Epiphanes.

Kolumne II:

"Sohn Gottes" wird er genannt werden, und "Sohn des Höchsten" wird man ihn rufen (Die Titel beziehen sich sehr wahrscheinlich auf Antiochus IV. Epiphanes, der sich selbst als Gott verehren ließ … 4Q246 nimmt polemisierend diese Titel des Antiochus auf) Bis das Volk Gottes aufstehen wird und allem Ruhe verschafft vor dem Schwert. Dessen (d.h. des Volkes) Königsherrschaft wird eine ewige Königsherrschaft sein, und all seine Wege werden in Wahrheit sein. Es (d.h. das Volk) wird richten die Erde in Wahrheit, und alles wird Frieden schließen. Zerstörung wird von der Erde verschwinden, und alle Provinzen werden ihm huldigen. Der Große Gott wird selbst seine Stärke sein, und er wird für es Krieg führen. Völker wird er in seine Hand geben, und sie alle wird er vor ihm niederwerfen. Seine Herrschaft (d.h. des Volkes) wird eine ewige Herrschaft sein.

 

11Q05 = 11QPs, Kol. XXVII, 2 - 11 = "David's Compositions"

"Und David, Isais Sohn, war weise und leuchtete wie das Sonnenlicht, ein Schriftsteller und verständig und redlich auf all seinen Wegen vor Gott und den Menschen. Da gab ihm JHWH einen verständigen Geist und Erleuchtung, und er schrieb Psalmen: dreitausendsechshundert; und Lieder, um sie zu singen vor dem Altar zum Brandopfer des regelmäßigen Opfers für jeden einzelnen Tag, für alle Tage des Jahres: dreihundertvierundsechzig; und zum Opfer der Sabbate zweiundfünfzig Lieder; zum Opfer der Anfänge von Monaten und für alle Festtermine sowie für den Versöhnungstag: dreißig Lieder. So waren alle Lieder, die er gesprochen hatte, vierhundertsechsundvierzig. Und Lieder zum Spielen zu den Pog'im (Fußnote: Die vier Tage, die jeweils als 31. des 3. Quartalmonats in den Sonnenjahrkalender (von 360 Tagen) eingeschoben werden): vier. So betrug das Ganze viertausendfünfzig. Und alle diese sprach er durch Prophetie, die ihm vor dem Höchsten gegeben worden war." Johann Maier in "Die Qumran-Essener: Die Texte vom Toten Meer, Band I" Seiten 340-341

 

Das Jahr beginnt am 4. Tag, an dem die Lichter geschaffen wurden, d.h. am Mittwoch nach der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche, und hat jeweils 30, 30 und 31. Tage, so dass jedes Vierteljahr bzw. der 1., 4., 7. und 10. Monat am Mittwoch beginnt, der 2., 5., 8. und 11. am Freitag und der 3., 6., 9. und 12. am Sonntag:

 

Wochentage

Monate 1,4,7,10

Monate 2,5,8,11

Monate 3,6,9,12

Sonntag

  5

12

19

26

 

3

10

17

24 1 8 15 22 29

Montag

  6

13

20

27

 

4

11

18

25 2 9 16 23 30

Dienstag

  7 14

21

28

 

5

12

19

26 3 10 17 24 31

Mittwoch

1

8 15

22

29

 

6

13

20

27 4 11 18 25  

Donnerstag

2

9 16

23

30

 

7

14

21

28 5 12 19 26  

Freitag

3

10 17

24

 

1

8

15

22

29 6 13 20 27  

Schabbat

4

11 18

25

 

2

9

16

23

30 7 14 21 28  

 

Aller 7 Jahre im Schmittajahr wird im 7. Monat 1 Woche hinzugefügt bzw. aller 28 Jahre 2 Wochen:

 

Datum

Wochentag

Tag

Monat

Biblisches Fest

Hinzufügung

26.11.2017

Sonntag

1.

9.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

27.12.2017

Mittwoch

1.

10.

Rosch Chodesch - Beginn des 4. Quartals

 

26.1.2018

Freitag

1.

11.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

25.2.2018

Sonntag

1.

12.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

28.3.2018

Mittwoch

1.

1.

Rosch Chodesch - Beginn des 1. Quartals

 

10.4.2018

Dienstag

14.

1.

Pessach

 

11.4.2018

Mittwoch

15.

1.

Chag haMazzot: 7 Tage

 

22.4.2018

Sonntag

26.

1.

Omer: Erstlingsopfer der Gerste

 

27.4.2018

Freitag

1.

2.      

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

27.5.2018

Sonntag

1.

3.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

10.6.2018

Sonntag

15.

3.

Schawuot: Erstlingsopfer des Weizens

 

27.6.2018

Mittwoch

1.

4.

Rosch Chodesch - Beginn des 2. Quartals

 

27.7.2018

Freitag

1.

5.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

29.7.2018

Sonntag

3.

5.

Moed haTirosch: Erstlingsopfer des Weins

 

26.8.2018

Sonntag

1.

6.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

16.9.2018

Sonntag

22.

6.

Moed haJizhar: Erstlingsopfer des Oels

 

17.9.2018

Montag

23.

6.

Erstlingsopfer der Bäume: 6 Tage

 

26.9.2018

Mittwoch

1.

7.

Rosch Chodesch - Beginn des 3. Quartals

 

5.10.2018

Freitag

10.

7.

Jom Kippur

 

10.10.2018

Mittwoch

15.

7.

Laubhüttenfest: 7 Tage

 

26.10.2018

Freitag

1.

8.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

25.11.2018

Sonntag

1.

9.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

26.12.2018

Mittwoch

1.

10.

Rosch Chodesch - Beginn des 4. Quartals

 

25.1.2019

Freitag

1.

11.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 

24.2.2019

Sonntag

1.

12.

Rosch Chodesch - Monatsbeginn

 
27.3.2019 Mittwoch 1. 1. Rosch Chodesch - Beginn des 1. Quartals  
25.3.2020          
24.3.2021        

Eine Woche

30.3.2022          
29.3.2023          
27.3.2024          
26.3.2025          
25.3.2026          
24.3.2027          
22.3.2028        

Zwei Wochen

4.4.2029          
3.4.2030          
2.4.2031          
31.3.2032          
30.3.2033          
29.3.2034          
28.3.2035        

Eine Woche

2.4.2036          
1.4.2037          
31.3.2038          
30.3.2039          
28.3.2040          
27.3.2041          
26.3.2042        

Eine Woche

1.4.2043          
30.3.2044          
29.3.2045          
28.3.2046          
27.3.2047          
25.3.2048          
24.3.2049        

Eine Woche

30.3.2050          
29.3.2051          
27.3.2052          
26.3.2053          
25.3.2054          
24.3.2055          
22.3.2056        

Zwei Wochen

"Der Engel informiert Mosche über die Sünde, die die Kinder Israel begehen werden mit dem Verlassen des Kalenders: Deswegen gebiete ich dir und lege dir Zeugnis ab, damit du ihnen bezeugst: Darin besteht die Wichtigkeit des Buches der Jubiläen, welches ein Zeugnis dafür darstellt, dass das Volk den Kalender auf dem Berg Sinai gekannt und gelernt hat." (The Book of Jubilees – Introduction, Translation and Interpretation – Cana Werman – Seite 229)

Jovel Nr.

Schmitta Schmitta Schmitta Schmitta Schmitta Schmitta Jubeljahr

118

5740

5747

5754

5761

5768

5775

5782

119

5789

5796

5803

5810

5817

5824

5831

120

5838

5845

5852

5859

5866

5873

5880

121

5887

5894

5901

5908

5915

5922

5929

122

5936

5943

5950

5957

5964

5971

5978

123

5985

5992

5999

6006

6013

6020

6027

124

6034

6041

6048

6055

6062

6069

6076

125

6083

6090

6097

6104

6111

6118

6125

 

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